Imagefilm für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Eine Reform wird glaubwürdig, wenn die Praxis sie erzählt.
Das Bürgergeld betrifft fast fünf Millionen Menschen und 80.000 Beschäftigte in den Jobcentern. Zur Einführung kommen im Film die zu Wort, die die Reform umsetzen: Führungskräfte aus den Jobcentern. Sie sprechen über Wertschätzung statt Druck, über echte Skepsis im eigenen Haus und darüber, warum sie die Reform trotzdem als Chance sehen.
Eine Reform braucht mehr als ein Gesetz
Das Bürgergeld war eine der größten Sozialreformen seit Jahren, in Kraft ab Januar 2023. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wollte sie nicht nur verkünden, sondern verständlich machen: durch die Menschen, die sie täglich umsetzen.
Im Film sprechen Führungskräfte aus den Jobcentern. Sie erzählen, wie ihre Häuser schon vor der Reform neue Wege gingen, warum Wertschätzung mehr bewegt als Druck, und sie verschweigen die Skepsis der eigenen Kolleginnen und Kollegen nicht. Genau diese Ehrlichkeit macht den Film glaubwürdig.
„Wir standen vor der großen Herausforderung, ein Gesetz zu erklären, das 80.000 Beschäftigte umtreibt und fast fünf Millionen Menschen betrifft, die von der Bürgergeldleistung leben. Wir haben sehr emotionale Filme bekommen und sehr sachliche, die die Inhalte klar auf den Punkt gebracht haben.“
Ehrlichkeit als Strategie
Der Film hätte einfach die Vorteile der Reform aufzählen können. Stattdessen lässt er die Praxis auch das sagen, was schwierig ist: die Skepsis im Kollegium, die Sorge vor den Kosten, die Belastung durch Corona-Folgen und den Ukraine-Krieg. Und dann die Antwort darauf: Wir haben so viel geschafft gemeinsam. Wir werden unsere Mitarbeitenden schulen, wir werden sie fit machen.
Für ein Ministerium ist das ein mutiger Weg. Er funktioniert, weil niemand einer Verlautbarung glaubt, aber jeder einer Führungskraft, die ihre eigenen Zweifel benennt und trotzdem vorangeht.
Was daraus wurde, beschreibt das Ministerium selbst: Die Rückmeldungen aus den Jobcentern waren durchweg positiv, die Beteiligten empfanden den Dreh als einmaliges Erlebnis. Und die fertigen Filme wurden zum Türöffner für weitere Jobcenter, die danach ebenfalls mitmachen wollten.
„Das Vertrauen, was man gibt, kommt auch wieder zurück. Die Wertschätzung, die man gibt, kommt auch wieder zurück.“
Im Film zu sehen
Jobcenter-Führungskräfte erzählen vor der Kamera, wie sie sich auf das Bürgergeld vorbereiten: das Aktivteam, das seit 2014 auf Angebote statt Druck setzt. Das Jugendjobcenter, das junge Eltern schon berät, bevor sie verpflichtet sind zu kommen. Die offene Frage, was passiert, wenn aus einem Projekt der Standard für die ganze Arbeit wird. Und am Ende eine Vision: Vertrauen, das man gibt, kommt zurück.
01 · Das Aktiv-Team: seit 2014 andere Wege
02 · Planung im Team: die Reform kommt in die Praxis
03 · Konzentrierte Arbeit im Jobcenter
04 · Austausch unter Kolleginnen
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