Imagefilm Beispiele: 8 Filme und was sie richtig machen
Acht Imagefilme aus unserer Produktion, vom Markenfilm mit 65 Sekunden bis zum Dokumentarfilm. Mit Ziel, Länge und dem, was ihr für euren Film übernehmen könnt.
Gute Imagefilm Beispiele zeigen mehr als schöne Bilder. Sie zeigen, wie ein Film ein konkretes Problem löst. Hier sind acht Imagefilme aus unserer eigenen Produktion: vom Markenfilm mit 65 Sekunden bis zum Dokumentarfilm mit über vier Minuten. Zu jedem Film steht, was er erreichen sollte, was er richtig macht und was ihr für euren Film übernehmen könnt.
Die acht Beispiele im Überblick
| Film | Form | Länge | Was ihr lernen könnt |
|---|---|---|---|
| Nolte Küchen | Markenfilm | 1:05 | Das Produkt als Bühne, nicht als Held |
| PYUR | Markenfilm zum Rebranding | 1:28 | Budget dorthin, wo es die Marke trägt |
| Barefoot Living | Imagefilm zum Relaunch | 1:35 | Der Gründer erzählt selbst |
| Ostrom | Testimonial | 1:25 | Ein Kunde erklärt das Komplizierte |
| Commerzbank | Imagefilm zur Produkteinführung | 2:26 | Funktionen in Alltagsmomente übersetzen |
| Scania | Porträt | 2:09 | Menschen statt Strategiepapier |
| DKMS | Dokumentarischer Imagefilm | 4:16 | Eine Geschichte mit Wendepunkt |
| BMAS | Dokumentarischer Imagefilm | 4:25 | Unsichtbare Arbeit sichtbar machen |
1. Nolte Küchen: ein ganzes Leben in 65 Sekunden
Das Ziel: Ein Markenfilm, der zeigt, wofür Nolte Küchen steht. Ohne Produktkatalog und ohne Preisschild.
Was der Film richtig macht: Eine Erzählerin erinnert sich an einen Satz ihrer Oma: Das Leben wird selten so, wie du es dir träumst. Der Film folgt ihr durch Träume, Aufbruch und Alltag. Die Küche steht nie im Mittelpunkt. Sie ist immer der Ort, an dem alles zusammenkommt. Gedreht haben wir in den Vogelsänger Studios, gemeinsam mit der Agentur W&S Epic.
Was ihr mitnehmen könnt: Euer Produkt muss nicht der Held sein. Oft wirkt es stärker als Bühne für das Leben eurer Kundschaft.

2. PYUR: ein Manifest für eine neue Marke
Das Ziel: Aus Tele Columbus wurde PYUR. Der Film sollte die neue Marke erklären, nach innen und nach außen.
Was der Film richtig macht: Er ist ein Manifest, kein Produktfilm. Rund 80 Prozent des Materials stammen aus Stock, 20 Prozent aus zwei eigenen Drehtagen in Berlin. Das Budget floss in die Bildauswahl, den Schnitt und eine eigens komponierte Musik ohne Beat.
Was ihr mitnehmen könnt: Ein Imagefilm muss nicht komplett gedreht sein. Entscheidend ist, wohin das Geld fließt. Bei einem Markenfilm tragen oft Schnitt und Musik.

3. Barefoot Living: der Gründer erzählt selbst
Das Ziel: Ein Film, der den Relaunch der Marke Barefoot Living von Til Schweiger trägt.
Was der Film richtig macht: Er lässt den Gründer seine Geschichte selbst erzählen, in einem ruhigen Sit-down-Interview. Gedreht haben wir an zwei Tagen auf zwei Fincas auf Mallorca. Aus dem Hauptfilm entstanden zusätzlich Fassungen für Social Media.
Was ihr mitnehmen könnt: Wenn eine Person die Marke ist, sollte sie sprechen. Kein Sprecher erzählt eure Geschichte so glaubwürdig wie ihr selbst.

4. Ostrom: ein Kunde erklärt das Komplizierte
Das Ziel: Ostroms Produkt kann viel: dynamischer Tarif, smartes Laden, Credits nach jedem Ladevorgang. Das sollte jeder verstehen.
Was der Film richtig macht: Kein Sprecher zählt Funktionen auf. Ein echter Kunde erzählt, wie er das Produkt nutzt. Er ist 70 und fährt E-Taxi in Berlin. Gedreht haben wir an einem Tag bei ihm zu Hause. Neben dem Film in 16:9 entstanden Anzeigen-Fassungen in 4:5 und 9:16.
Was ihr mitnehmen könnt: Je komplizierter euer Produkt, desto wichtiger ist eine echte Stimme. Eure Kundschaft erklärt es oft besser als euer Marketing.

5. Commerzbank: Software erklärt man mit Menschen
Das Ziel: Die Commerzbank musste ihre neue Banking-App zweimal erklären. Einmal der eigenen Belegschaft, einmal der Kundschaft.
Was der Film richtig macht: Er zählt keine Funktionen auf. Er übersetzt sie in Alltagsmomente. Zum Beispiel den Moment, in dem das Fahrrad schon bezahlt ist. Gedreht haben wir an zweieinhalb Tagen in Frankfurt am Main und Berlin, direkt für die Bank.
Was ihr mitnehmen könnt: Fragt bei jeder Funktion: In welchem Moment merkt jemand, dass sie ihm hilft? Diesen Moment dreht ihr.

6. Scania: Nachhaltigkeit, die man sehen kann
Das Ziel: Scania wollte zeigen, dass die eigene Nachhaltigkeitsstrategie mehr ist als ein Versprechen im Geschäftsbericht.
Was der Film richtig macht: Er zeigt die Menschen hinter Scania Sustainable City Solutions bei ihrer Arbeit. Gedreht an einem Tag in Stockholm, mit zwei Kameras, cinematisch statt als Konzernvideo. Konzept und Schnitt kamen von der Berliner Agentur Rethink.
Was ihr mitnehmen könnt: Eine Strategie lässt sich nicht filmen. Die Menschen, die sie umsetzen, schon.

7. DKMS: eine Geschichte, die Menschen zu Spendern macht
Das Ziel: Mehr Menschen sollen sich als Stammzellspender registrieren lassen.
Was der Film richtig macht: Er erzählt eine einzige Geschichte. Ein Baby bekommt eine schwere Diagnose. Die Familie stellt eine Typisierungsaktion auf die Beine, ein ganzes Dorf lässt sich registrieren. Dann kommt der Anruf: Wir haben einen Spender. Gedreht haben wir an zwei Tagen im November 2018. Der Film dauert 4:16 Minuten und fühlt sich kürzer an.
Was ihr mitnehmen könnt: Eine echte Geschichte mit Wendepunkt trägt jede Länge. Ohne Wendepunkt wird schon die zweite Minute lang.

8. BMAS: unsichtbare Arbeit sichtbar machen
Das Ziel: Auf einem Hof in Sachsen finden suchtkranke Männer zurück in Alltag und Arbeit. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wollte zeigen, wie diese stille Hilfe wirkt.
Was der Film richtig macht: Er beobachtet, statt zu erklären. Der Hof, die Arbeit, die Gespräche. Gedreht haben wir in eineinhalb Tagen in Mittelsachsen. Neben dem Film mit 4:25 Minuten entstand ein Teaser mit 1:13 Minuten im Format 4:5.
Was ihr mitnehmen könnt: Gerade bei sozialer Arbeit überzeugt der Ort mehr als jede Zahl. Und ein langer Film braucht eine kurze Fassung, die neugierig macht.

Was die acht Beispiele gemeinsam haben
- Echte Menschen, wo immer es geht. In den meisten der acht Filme stehen Gründer, Kunden, Mitarbeitende oder Betroffene vor der Kamera.
- Eine Botschaft pro Film. Keiner der acht Filme versucht, alles über das Unternehmen zu erzählen.
- Die Länge folgt der Geschichte. Von 65 Sekunden bis 4:25 Minuten. Jede Länge ist richtig, wenn jede Szene etwas Neues bringt.
- Fassungen sind eingeplant. Ostrom, Barefoot Living und BMAS haben kurze Fassungen für Social Media bekommen.
Wie wir einen solchen Film gemeinsam mit euch entwickeln, vom Erstgespräch bis zur Auslieferung, zeigen wir auf der Seite Imagefilm Produktion.
Häufige Fragen zu Imagefilm Beispielen
Was macht ein gutes Imagefilm Beispiel aus?
Ein klares Ziel, eine Botschaft und echte Menschen. Ein guter Imagefilm löst ein konkretes Problem, zum Beispiel einen Relaunch oder ein erklärungsbedürftiges Produkt.
Wie lang sind gute Imagefilme?
Unsere acht Beispiele dauern zwischen 65 Sekunden und 4:25 Minuten. Markenfilme sind kurz, dokumentarische Filme dürfen länger sein.
Echte Mitarbeitende oder Schauspieler?
Für die meisten Imagefilme echte Menschen. Sie sind glaubwürdiger. Schauspieler lohnen sich eher bei inszenierten Markenfilmen.
Kann ein Imagefilm mit Stockmaterial funktionieren?
Ja, wenn Auswahl, Schnitt und Musik stimmen. Der Markenfilm für PYUR besteht zu rund 80 Prozent aus Stockmaterial.
Wie viele Drehtage braucht ein Imagefilm?
Bei den Beispielen mit Angabe waren es ein bis zweieinhalb Drehtage. Den Aufwand bestimmen Drehorte und Protagonisten, nicht die Länge des Films.















































