Eine Behörde, die zuhört statt zu verwalten
Die Berliner Jobcenter wollten zeigen, was ihr Versprechen „Immer menschlich“ wirklich bedeutet. Nicht als Slogan, sondern an einem echten Menschen. Wir haben in Berlin Nancy begleitet: 39 Jahre, alleinerziehend, drei Kinder, elf Jahre ohne Arbeit.
Kein Voiceover erklärt ihren Weg. Keine Statistik beruhigt. Nancy und ihr Vermittler Fabian erzählen selbst, was zwischen ihnen passiert ist. So wird aus einer Behörde ein Mensch, der zuhört.
Nancy steht mit ihrem Kind am See, Winterlicht, viel Luft im Bild. Sie geht Hand in Hand zur Kita. Dann das Jobcenter: der Handschlag mit Fabian, das Gespräch im Flur. Am Ende ihr neues Büro, die Schreibtischlampe, die Aktenordner. Zuletzt Nancy, die direkt in die Kamera lächelt.
Die Berliner Jobcenter 2026
- Format
- Imagefilm, Testimonial
- Länge
- 1:52
- Drehtage
- 3 (gesamte Kampagne, drei Protagonist:innen)
- Drehorte
- Berlin: Jobcenter, Park am See, Arbeitsplatz
- Kampagne
- Zurück in den Job
- Sprache
- Deutsch, mit Untertiteln
Warum das Interview nur auf der Tonebene läuft
Wer ungeübt vor einer Kamera sitzt, erstarrt. Genau das wollten wir vermeiden. Also haben wir auf das klassische, ausgeleuchtete Interview verzichtet. Das Gespräch mit Nancy und Fabian läuft nur auf der Tonebene. Die Bilder zeigen ihren Weg, nicht ihre Anspannung.
Gedreht haben wir an drei Tagen, für die gesamte Kampagne mit drei Protagonist:innen. Einen Tag im Jobcenter, an dem alle Interviews und alle Szenen vor Ort entstanden. Zwei weitere Tage für die Bilder aus dem Leben der drei. Bei Nancy: der Park, an dem sie früher stand. Das Büro, in dem sie heute arbeitet.
Die ruhigste Sekunde im Film ist der Handschlag zwischen Nancy und Fabian. Wir haben ihn nicht inszeniert wie einen Vertragsabschluss. Sondern wie das, was er war: eine Begegnung.
Eigentlich habe ich nichts anderes gemacht außer zuzuhören.



Was ROCC Film für die Berliner Jobcenter übernommen hat
Die Berliner Jobcenter sind ein Auftraggeber der öffentlichen Hand. Für ihre Kampagne „Zurück in den Job“ hat ROCC Film alles verantwortet, von der ersten Idee bis zum fertigen Film.
- Das Konzept gemeinsam mit den Jobcentern entwickelt
- Aus vielen Geschichten die drei gefunden, die tragen
- Die Produktion geplant, organisiert und am Set geleitet
- Creative Direction über alle Gewerke: Kamera, Licht, Ton, Schnitt, Farbe
- Die Postproduktion koordiniert
- Alle Texte der Kampagne betreut, bis zum letzten Untertitel
Und über allem stand, woran wir bei jedem Dreh arbeiten: dass alle am Set auf Augenhöhe miteinander umgehen. Ein Film über Menschlichkeit entsteht nur, wenn am Set Menschlichkeit herrscht.
Ihr plant einen Imagefilm im öffentlichen Sektor?
Erzählt uns von eurem Projekt. Wir hören zu, bevor wir drehen.
Geschichten, die sonst niemand erzählt
Eine Behörde, die sich selbst feiert, glaubt niemand. Eine, die einem einzelnen Menschen zuhört, schon. Dieser Ansatz ist für Auftraggeber gemacht, bei denen Glaubwürdigkeit mehr zählt als Hochglanz: Behörden, Verbände, Institutionen mit einer anspruchsvollen Zielgruppe.
Für die Berliner Jobcenter arbeiten wir das zweite Jahr in Folge an ihrer Filmkampagne. Im Jahr zuvor war es eine Recruiting-Kampagne über die Menschen, die ein Jobcenter selbst am Laufen halten. Christian Martin Schäfer, Gründer von ROCC Film: „Wenn sich durch diesen Film auch nur ein Mensch aufrafft und losgeht, hat sich die Arbeit gelohnt.“
Häufige Fragen
Die häufigsten Fragen zu diesem Projekt und zur Zusammenarbeit mit ROCC Film.
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Weil eine echte Frau mit drei Kindern überzeugt, wo eine erfundene Figur scheitert. Nancy und Fabian sind keine Schauspieler. Sie sind die Geschichte. Authentizität schlägt Perfektion, gerade im öffentlichen Sektor, wo viele Menschen skeptisch sind.
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Weil ungeübte Menschen vor der Kamera erstarren. Wir führen das Gespräch nur auf der Tonebene und legen Bilder darüber. Das nimmt den Druck. Die Protagonist:innen klingen wie sie selbst, nur konzentrierter.
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Eine Kampagne wie „Zurück in den Job“, drei Filme an drei Drehtagen, liegt im Bereich von 15.000 bis 20.000 Euro netto. Treiber sind die Drehtage, die Anzahl der Filme und die Postproduktion. Ein konkretes Angebot gibt es nach einem kurzen Erstgespräch.
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Von Briefing bis zum fertigen Film rechnet ihr mit sechs bis zehn Wochen. Casting echter Protagonist:innen und Abstimmung brauchen Vorlauf. Danach kommen Dreh, Schnitt, Farbe und Ton.
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Ja. Der Trick ist, nicht die Institution in den Mittelpunkt zu stellen, sondern einen Menschen. Eine Behörde, die sich selbst feiert, wirkt falsch. Eine, die einem einzelnen Menschen zuhört, wirkt glaubwürdig.
