Der erste Schritt war ein Anruf
André hatte sich zurückgezogen. Gesundheitliche Einschränkungen, viele offene Fragen, wenig Zuversicht. Was geht noch, was nicht mehr? Lange hatte er darauf keine Antwort. Für die Berliner Jobcenter haben wir in Berlin genau diesen Menschen begleitet, nicht eine Statistik.
Heute arbeitet André als Betreuungskraft in einem Seniorenzentrum. Den Wendepunkt brachte ein Anruf von David, seinem Vermittler im Jobcenter Berlin-Pankow. Die beiden erzählen selbst, wie aus dem ersten Gespräch ein Weg wurde. So zeigt eine Behörde, was „Immer menschlich“ konkret bedeutet.
André blickt aus dem Fenster, Berliner Dächer, weiches Licht. Dann das Jobcenter Pankow: David mit Headset, das erste Telefonat. Später das Seniorenzentrum, André am Tisch mit einer Bewohnerin beim Brettspiel. Ihr Lachen ist echt. Zuletzt sein Satz, der nicht aus dem Briefing stammt: Menschlich, immer für dich da.
Die Berliner Jobcenter 2026
- Format
- Imagefilm, Testimonial
- Länge
- 1:58
- Drehtage
- 3 (gesamte Kampagne, drei Protagonist:innen)
- Drehorte
- Berlin: Jobcenter Pankow, Seniorenzentrum
- Kampagne
- Zurück in den Job
- Sprache
- Deutsch, mit Untertiteln
Warum die Kamera wartete, bis das Lachen echt war
André vor der Kamera, das war keine Selbstverständlichkeit. Wer sich lange zurückgezogen hat, erstarrt schnell unter Beobachtung. Also haben wir auf das ausgeleuchtete Studio-Interview verzichtet. Das Gespräch mit André und David läuft nur auf der Tonebene. Die Bilder zeigen seinen Weg, nicht seine Anspannung.
Die schwierigste Szene war nicht die mit der meisten Technik. Es war das Brettspiel mit einer Bewohnerin im Seniorenzentrum. Wir haben die Kamera erst aufgebaut, als das Spiel schon lief. Erst als das Lachen echt war, durfte sie mitschauen.
Das Bild verändert sich mit André. Wo er zurückgezogen war, sind die Töne kühl. Mit dem ersten Schritt wird das Licht wärmer. Die Kamera bleibt ruhig, weil Pflege Zeit braucht und der Film sich diese Zeit nimmt.
Der Weg, den man gemeinsam geht, beginnt mit dem ersten Schritt.



Was ROCC Film für die Berliner Jobcenter übernommen hat
Die Berliner Jobcenter sind ein Auftraggeber der öffentlichen Hand. Für ihre Kampagne „Zurück in den Job“ hat ROCC Film auch Andrés Film verantwortet, von der ersten Idee bis zum fertigen Schnitt.
- Das Konzept gemeinsam mit den Jobcentern entwickelt
- André und David als Protagonisten gefunden und behutsam begleitet
- Die Produktion geplant, organisiert und am Set geleitet
- Creative Direction über alle Gewerke: Kamera, Licht, Ton, Schnitt, Farbe
- Die Postproduktion koordiniert
- Alle Texte der Kampagne betreut, bis zum letzten Untertitel
Und über allem stand, woran wir bei jedem Dreh arbeiten: dass alle am Set auf Augenhöhe miteinander umgehen. Gerade bei einem Menschen, der sich lange nicht getraut hat, entscheidet genau das, ob eine Szene trägt.
Ihr plant einen Imagefilm im öffentlichen Sektor?
Erzählt uns von eurem Projekt. Wir hören zu, bevor wir drehen.
Wer sich wiedererkennt, ruft an
Eine Behörde, die sich selbst erklärt, überzeugt niemanden. Ein Mensch, der seinen Weg erzählt, schon. Andrés Geschichte ist für andere Arbeitsuchende anschlussfähig, gerade für die mit gesundheitlichen Einschränkungen. Sie sehen jemanden, der dieselben Zweifel kannte und trotzdem ankam.
Das Schönste an diesem Film: André gibt heute weiter, was ihm gegeben wurde. Aus dem Menschen, dem das Jobcenter zugehört hat, ist einer geworden, der den Bewohnern zuhört. Für die Berliner Jobcenter arbeiten wir das zweite Jahr an ihrer Kampagne. Christian Martin Schäfer, Gründer von ROCC Film: „Eine Behörde bewegt nicht, wenn sie über sich spricht. Sie bewegt, wenn ein Mensch sich wiedererkennt.“
Häufige Fragen
Die häufigsten Fragen zu diesem Projekt und zur Zusammenarbeit mit ROCC Film.
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Mit Zeit und wenig Technik. Vor dem ersten Take saßen wir ohne Kamera am Tisch und ließen das Spiel laufen. Erst als die Stimmung echt war, kam die Kamera dazu, ruhig auf dem Gimbal. Die Bewohnerin hat den Dreh vorab freigegeben. Pflege braucht Ruhe, und der Film nimmt sie sich.
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Wir führen das Interview nur auf der Tonebene, ohne grelles Licht und ohne Studio. André musste nie in die Kamera sprechen, so bleibt er bei sich. Vor der Veröffentlichung hat er den fertigen Film gesehen und freigegeben. Bei sensiblen Themen ist das für uns Pflicht, nicht Kür.
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David ist der Mentor der Geschichte. Sein Anruf war der Wendepunkt. Im Film steht nicht die Behörde im Zentrum, sondern die Beziehung zwischen zwei Menschen. So wird aus einem Aktenzeichen ein Ansprechpartner, dem man vertraut.
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Weil Identifikation den Unterschied macht. Andrés Weg zeigt, dass ein Quereinstieg in die Pflege möglich ist, auch nach einer schwierigen Phase. Das ermutigt andere Arbeitsuchende mehr als ein perfektes Vorbild, das den eigenen Start nie kannte.
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Für einen Imagefilm mit echten Protagonist:innen, sensiblem Thema und Dreh am realen Arbeitsplatz liegt die Range zwischen 13.000 und 20.000 Euro netto. Datenschutz, Einverständnis und Vorab-Sichtung gehören fest dazu. Den genauen Preis gibt es nach einem kurzen Erstgespräch.
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Ja, dafür ist es gemacht. Die Erzählung aus Held, Mentor und Wendepunkt funktioniert für jede Einrichtung mit Beratungs- oder Vermittlungsauftrag. Für öffentliche Auftraggeber wie das BMAS und die Berliner Jobcenter haben wir dieses Muster mehrfach umgesetzt.
