Portfolio · Imagefilm 2026 Imagefilm Berliner Jobcenter: Andrés Weg zurück in den Job
Der erste Schritt war ein Anruf
André hatte sich zurückgezogen. Gesundheitliche Einschränkungen, viele offene Fragen, wenig Zuversicht. Was geht noch, was nicht mehr? Lange hatte er darauf keine Antwort. Für die Berliner Jobcenter haben wir in Berlin genau diesen Menschen begleitet, nicht eine Statistik.
Heute arbeitet André als Betreuungskraft in einem Seniorenzentrum. Den Wendepunkt brachte ein Anruf von David, seinem Vermittler im Jobcenter Berlin-Pankow. Die beiden erzählen selbst, wie aus dem ersten Gespräch ein Weg wurde. So zeigt eine Behörde, was „Immer menschlich“ konkret bedeutet.
„ROCC Film hat unsere drei Geschichten erzählt, ohne sie zu glätten. Das war der Unterschied.“
Warum die Kamera wartete, bis das Lachen echt war
André vor der Kamera, das war keine Selbstverständlichkeit. Wer sich lange zurückgezogen hat, erstarrt schnell unter Beobachtung. Also haben wir auf das ausgeleuchtete Studio-Interview verzichtet. Das Gespräch mit André und David läuft nur auf der Tonebene. Die Bilder zeigen seinen Weg, nicht seine Anspannung.
Die schwierigste Szene war nicht die mit der meisten Technik. Es war das Brettspiel mit einer Bewohnerin im Seniorenzentrum. Wir haben die Kamera erst aufgebaut, als das Spiel schon lief. Erst als das Lachen echt war, durfte sie mitschauen.
Das Bild verändert sich mit André. Wo er zurückgezogen war, sind die Töne kühl. Mit dem ersten Schritt wird das Licht wärmer. Die Kamera bleibt ruhig, weil Pflege Zeit braucht und der Film sich diese Zeit nimmt.
„Der Weg, den man gemeinsam geht, beginnt mit dem ersten Schritt.“
Im Spot zu sehen
André blickt aus dem Fenster, Berliner Dächer, weiches Licht. Dann das Jobcenter Pankow: David mit Headset, das erste Telefonat. Später das Seniorenzentrum, André am Tisch mit einer Bewohnerin beim Brettspiel. Ihr Lachen ist echt. Zuletzt sein Satz, der nicht aus dem Briefing stammt: Menschlich, immer für dich da.
Wer sich wiedererkennt, ruft an
Eine Behörde, die sich selbst erklärt, überzeugt niemanden. Ein Mensch, der seinen Weg erzählt, schon. Andrés Geschichte ist für andere Arbeitsuchende anschlussfähig, gerade für die mit gesundheitlichen Einschränkungen. Sie sehen jemanden, der dieselben Zweifel kannte und trotzdem ankam.
Das Schönste an diesem Film: André gibt heute weiter, was ihm gegeben wurde. Aus dem Menschen, dem das Jobcenter zugehört hat, ist einer geworden, der den Bewohnern zuhört. Für die Berliner Jobcenter arbeiten wir das zweite Jahr an ihrer Kampagne. Christian Martin Schäfer, Gründer von ROCC Film: „Eine Behörde bewegt nicht, wenn sie über sich spricht. Sie bewegt, wenn ein Mensch sich wiedererkennt.“
Was ROCC Film für die Berliner Jobcenter übernommen hat
Die Berliner Jobcenter sind ein Auftraggeber der öffentlichen Hand. Für ihre Kampagne „Zurück in den Job“ hat ROCC Film auch Andrés Film verantwortet, von der ersten Idee bis zum fertigen Schnitt.
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