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Recruitingfilm

50 Recruitingfilm-Ideen für euren nächsten Film

50 konkrete Ideen für euren nächsten Recruitingfilm: von der Video-Stellenanzeige bis zur Hochkant-Serie, sortiert nach Zielgruppe, Budget und Kanal. Damit ihr nicht bei Idee Nummer drei stehen bleibt.

ROCC Film Redaktion 15 Min. Lesezeit
50 Recruitingfilm-Ideen für euren nächsten Film

Ihr wisst, dass ihr einen Recruitingfilm wollt. Das Budget ist grob geklärt, die offenen Stellen drücken, und jetzt kommt die Frage, an der viele Projekte wochenlang hängen bleiben: Was für ein Film soll es eigentlich werden? Genau dafür ist diese Liste. 50 Ideen, sortiert nach Kategorien, jede mit Zielgruppe, Budgetrahmen und einem ehrlichen Hinweis, wann sie funktioniert und wann nicht.

Die Liste ist für HR-Verantwortliche und Entscheider gedacht, die gerade konkret planen. Ihr müsst sie nicht komplett lesen. Springt in die Kategorie, die zu eurem Ziel passt, und merkt euch zwei bis drei Ideen. Mehr braucht ein gutes Briefing nicht.

Kurz zur Einordnung: die drei Budgetstufen

Damit die Angaben bei den Ideen etwas bedeuten, hier die Stufen, mit denen wir arbeiten. Klein heißt unter 6.000 Euro: selbst gedrehtes Material mit professionellem Schnitt oder ein sehr kompakter Dreh. Mittel heißt 8.000 bis 18.000 Euro: der klassische, professionell produzierte Recruitingfilm mit ein bis zwei Drehtagen. Groß heißt ab 18.000 Euro: Kampagnen, mehrere Drehtage oder aufwendige Konzepte. Was genau in welchem Paket steckt, haben wir transparent aufgeschrieben: Recruitingfilm Kosten.

Bevor ihr eine Idee auswählt: drei Fragen

Wen wollt ihr erreichen? Ein Azubi schaut TikTok, eine erfahrene Pflegekraft schaut auf eure Karriereseite, ein Senior Developer fragt seine Kollegen. Die Zielgruppe entscheidet über Format und Kanal, nicht euer Geschmack.

Was ist das Ziel? Eine konkrete Stelle besetzen ist ein anderes Projekt als die Arbeitgebermarke aufbauen. Für Ersteres reichen oft die Ideen aus der Kategorie Stellen und Berufe. Für Letzteres braucht ihr die Kategorien Kultur oder Strategie.

Was ist realistisch? Ein Musikvideo mit dem ganzen Team klingt großartig, scheitert aber, wenn niemand Zeit hat. Die beste Idee ist die, die euer Team ehrlich tragen kann.

Menschen und Testimonials: Ideen 1 bis 10

Mitarbeiter im Interview für den Employer-Branding-Film des vzbv
Aus dem Employer-Branding-Film für den vzbv.

1. Ein Tag im Leben

Ihr begleitet eine Person von der Frühschicht bis zum Feierabend. Der Klassiker unter den Recruitingfilm-Ideen, weil er die eine Frage beantwortet, die jede Stellenanzeige offen lässt: Wie ist es wirklich, hier zu arbeiten? Funktioniert nur ungeschönt, mit echten Pausen, echtem Stress und echten Kollegen.

Gut für: alle Zielgruppen · Budget: mittel · Kanal: Karriereseite, YouTube

2. Das ehrliche Testimonial

Eine Person, eine Kamera, gute Fragen, kein Skript. Die Stärke liegt in den Details, die sich niemand ausdenken kann: der Satz über den ersten Arbeitstag, das Zögern vor der Antwort, das Lachen. Aus einem Interviewtag entstehen meist mehrere Clips.

Gut für: Fachkräfte · Budget: klein bis mittel · Kanal: Karriereseite, LinkedIn

3. Das Team stellt sich vor

Nicht das Unternehmen spricht, sondern die künftigen Kollegen. Jeder sagt in zwei Sätzen, was er macht und woran man ihn erkennt. Menschen bewerben sich bei Menschen, nicht bei Organigrammen.

Gut für: kleine Teams, Mittelstand · Budget: klein bis mittel · Kanal: Karriereseite, Stellenanzeige

4. Follow me around

Ein Mitarbeiter filmt seinen Tag selbst mit dem Handy, ein Profi macht daraus einen sauberen Schnitt. Wirkt nahbar, kostet wenig und passt perfekt in vertikale Formate. Die Qualität steht und fällt mit der Person, die filmt.

Gut für: Azubis, junge Fachkräfte · Budget: klein · Kanal: TikTok, Instagram Reels

5. Führung im Interview

Die Geschäftsführung oder Bereichsleitung spricht über Haltung statt über Kennzahlen: Wie wird hier entschieden, was passiert bei Fehlern, wofür steht das Unternehmen. Für erfahrene Bewerber oft das ausschlaggebende Signal.

Gut für: Führungskräfte, Senior-Positionen · Budget: klein bis mittel · Kanal: LinkedIn, Karriereseite

6. Der Azubi erzählt

Ein Azubi aus dem ersten oder zweiten Lehrjahr berichtet in seiner eigenen Sprache, ohne Erwachsenen-Vokabular. Schulabgänger glauben einem 17-Jährigen mehr als jeder Ausbildungsbroschüre.

Gut für: Azubi-Recruiting · Budget: klein bis mittel · Kanal: TikTok, Instagram, Berufsmessen

7. Die Quereinsteiger-Geschichte

Jemand, der aus einem ganz anderen Beruf kam, erzählt vom Wechsel. Das Format nimmt die größte Angst der wichtigsten Wachstumszielgruppe: Kann ich das überhaupt? Wenn eure Antwort gute Einarbeitung ist, zeigt sie hier.

Gut für: Quereinsteiger, Engpassberufe · Budget: klein bis mittel · Kanal: Facebook, Stellenportale

8. 100 Tage neu

Ein Neuzugang zieht nach gut drei Monaten Bilanz: Was war anders als erwartet, was besser, was schwieriger? Ehrlicher als jedes Jubiläums-Testimonial, weil die Erinnerung an den Wechsel noch frisch ist.

Gut für: Fachkräfte · Budget: klein · Kanal: LinkedIn, Karriereseite

9. Zwei Generationen, ein Beruf

Meisterin und Azubi, oder die Kollegin mit 30 Jahren Betriebszugehörigkeit neben dem Neuen. Zwei Perspektiven auf denselben Beruf erzählen Entwicklung und Kultur in einem einzigen Film.

Gut für: Handwerk, Industrie, Pflege · Budget: mittel · Kanal: Karriereseite, YouTube

10. Das Doppel-Interview

Zwei Kollegen interviewen sich gegenseitig, ohne Fragesteller hinter der Kamera. Die Gespräche werden lockerer, die Antworten überraschender, und ganz nebenbei sieht man, wie die beiden miteinander umgehen.

Gut für: alle Zielgruppen · Budget: klein bis mittel · Kanal: Social Media, Karriereseite

Kultur und Arbeitsplatz: Ideen 11 bis 18

Zwei Kolleginnen und Kollegen im Berliner Jobcenter bei der Arbeit
Aus dem Recruitingfilm für die Berliner Jobcenter.

11. Der Kulturfilm

Werte als Szenen statt als Begriffe. Vertrauen kann man nicht filmen, die Situation dazu schon: die Auszubildende, die allein zum Kunden fährt. Der anspruchsvollste Film dieser Liste, aber der mit der längsten Lebensdauer.

Gut für: Employer Branding · Budget: mittel bis groß · Kanal: Karriereseite, Kampagne

12. Der Rundgang

Werkstatt, Büro, Anlage, Station: Bewerber wollen den Ort sehen, an dem sie täglich acht Stunden verbringen sollen. Unspektakulär, aber einer der meistgeklickten Inhalte auf Karriereseiten.

Gut für: alle Zielgruppen · Budget: klein · Kanal: Karriereseite, Google Unternehmensprofil

13. Benefits gezeigt statt aufgezählt

Die 4-Tage-Woche als Donnerstagabend-Szene, das Jobrad auf dem Weg zur Arbeit, die Werkstatt-Dusche nach der Schicht. Eine gezeigte Leistung wirkt zehnmal stärker als dieselbe Leistung als Spiegelstrich.

Gut für: umkämpfte Zielgruppen · Budget: klein bis mittel · Kanal: Social Media, Stellenanzeigen

14. Der Feierabend-Film

Was passiert bei euch um 17 Uhr? Gehen die Leute wirklich, und wohin? Ein Film über das Leben neben der Arbeit sagt mehr über Work-Life-Balance als jede Formulierung im Stellentext.

Gut für: Fachkräfte mit Familie · Budget: klein bis mittel · Kanal: Social Media

15. Ein ganz normaler Tag

Behind the Scenes ohne Anlass: ungestellte Momente, Flurgespräche, der Zwischenton. Braucht ein Team, das die Kamera nach einer Stunde vergisst, und einen Schnitt, der die richtigen Momente findet.

Gut für: alle Zielgruppen · Budget: klein bis mittel · Kanal: Instagram, TikTok

16. Das Event-Recap

Sommerfest, Hackathon, Firmenlauf. Funktioniert als Ergänzung im Content-Mix, aber Vorsicht: Wer NUR Partys zeigt, weckt Zweifel am Arbeitsalltag. Immer mit Alltagsformaten kombinieren.

Gut für: junge Zielgruppen · Budget: klein · Kanal: Instagram, TikTok

17. Warum es euch gibt

Eure Mission in 90 Sekunden, erzählt an einem konkreten Fall: der Patient, das fertige Haus, das Produkt im Einsatz. Für Bewerber, denen Sinn wichtiger ist als Gehaltsbänder, und davon gibt es mehr, als viele denken.

Gut für: sinnorientierte Bewerber, NGOs, Gesundheit · Budget: mittel · Kanal: Karriereseite, YouTube

18. Der Standort-Film

Wenn euer Standort nicht Berlin oder München ist, wird die Region zum Argument: bezahlbares Wohnen, kurze Wege, echtes Leben. Für Unternehmen im ländlichen Raum oft der wichtigste Film überhaupt, und kaum einer macht ihn.

Gut für: Unternehmen abseits der Metropolen · Budget: mittel · Kanal: Karriereseite, Relocation-Seiten

Stellen und Berufe: Ideen 19 bis 25

Team im Hochregallager, Recruitingfilm für GLX
Aus dem Recruitingfilm für GLX.

19. Die Video-Stellenanzeige

60 bis 90 Sekunden zu genau einer Stelle: Aufgaben, Team, Ansprechpartner, nächster Schritt. Stellenanzeigen mit Video bekommen messbar mehr Bewerbungen als reine Textanzeigen. Das effizienteste Format, wenn eine konkrete Stelle drückt.

Gut für: einzelne Engpass-Stellen · Budget: klein bis mittel · Kanal: Stellenportale, Paid Social

20. Das Jobporträt

Ein Beruf in der Tiefe, fünf Minuten statt sechzig Sekunden. Für erklärungsbedürftige Rollen, bei denen Bewerber gar nicht wissen, was sich hinter dem Titel verbirgt. Beantwortet die Fragen vor dem ersten Gespräch.

Gut für: erklärungsbedürftige Berufe · Budget: mittel · Kanal: Karriereseite, YouTube

21. Die Skill-Demo

Präzisionsschweißen in Nahaufnahme, die Maschine beim Einrichten, ein sauberes Stück Code. Handwerkliches und technisches Können in Aktion zieht genau die Leute an, die ihr Handwerk lieben.

Gut für: Handwerk, Industrie, Tech · Budget: klein bis mittel · Kanal: YouTube, TikTok

22. Eine Schicht in 60 Sekunden

Zeitraffer durch eine komplette Schicht, darüber der O-Ton der Person, die sie gearbeitet hat. Schnell konsumierbar, ehrlich und angenehm unpathetisch.

Gut für: Schichtberufe · Budget: klein · Kanal: TikTok, Instagram Reels

23. Der Team-Lead pitcht seine Stelle

Nicht HR beschreibt die Rolle, sondern die Führungskraft, zu der man kommt. Zwei Minuten, in denen klar wird, wie diese Person tickt. Bewerber entscheiden sich am Ende für oder gegen Vorgesetzte.

Gut für: Fach- und Führungskräfte · Budget: klein · Kanal: LinkedIn, Stellenanzeige

24. Das FAQ-Video

Die zehn Fragen, die in jedem Erstgespräch kommen, ehrlich beantwortet: Gehalt, Schichtmodelle, Homeoffice, Überstunden. Spart euch und den Bewerbern Zeit und signalisiert: Hier wird nicht ausgewichen.

Gut für: alle Zielgruppen · Budget: klein · Kanal: Karriereseite

25. Der Bewerbungsprozess in 60 Sekunden

Was passiert nach dem Klick auf Bewerben? Wer liest die Unterlagen, wie schnell kommt eine Antwort, wie läuft das Gespräch ab? Nimmt Unsicherheit und senkt die Absprungrate im Formular.

Gut für: alle Zielgruppen · Budget: klein · Kanal: Karriereseite, E-Mail-Strecke

Kreativ und anders: Ideen 26 bis 34

Mitarbeiter mit Ukulele vor weißem Hintergrund, Recruitingfilm Ada Health
Aus dem Recruitingfilm für Ada Health.

26. Die Parodie

Ihr nehmt die Klischees des Recruiting-Videos auseinander: Obstkorb, Kickertisch, Wir-sind-eine-Familie. Selbstironie ist das stärkste Sympathiesignal überhaupt, funktioniert aber nur, wenn eure Kultur sie wirklich hergibt.

Gut für: Marken mit Humor · Budget: mittel · Kanal: Social Media, Kampagne

27. Die Mockumentary

Euer Alltag im Ton einer Doku-Comedy, mit Blicken in die Kamera und trockenem Humor. Hohe Fallhöhe, hoher Erinnerungswert. Braucht ein gutes Drehbuch und Kollegen mit Spielfreude.

Gut für: junge Zielgruppen, Tech · Budget: mittel bis groß · Kanal: Social Media, YouTube

28. Der Rollentausch

Der Azubi interviewt die Geschäftsführung, die Pflegekraft befragt den Klinikdirektor. Die Fragen sind direkter, die Antworten ehrlicher, und das Format selbst ist ein Statement über eure Hierarchien.

Gut für: Azubis, Employer Branding · Budget: klein bis mittel · Kanal: Social Media

29. Animation statt Dreh

Wenn ihr nicht zeigen dürft oder könnt, was ihr tut: Sicherheitsbereiche, Software, Vertraulichkeit. Auch stark, um komplexe Berufe in 90 Sekunden zu erklären. Kein Drehtag nötig, dafür gutes Konzept und Sounddesign.

Gut für: IT, Pharma, Sicherheitsbranchen · Budget: mittel · Kanal: Karriereseite, Stellenportale

30. Das Musikvideo

Das Team performt einen eigenen Song über den Job. Entweder großartig oder sehr peinlich, dazwischen gibt es wenig. Braucht Profis für Musik und Schnitt und ein Team, das wirklich Lust darauf hat.

Gut für: mutige Marken, Azubi-Kampagnen · Budget: groß · Kanal: Social Media, Kampagne

31. Der Kino-Trailer

Euer Unternehmen inszeniert wie ein Filmtrailer: Epische Bilder, Spannungsbogen, Punchline. Bricht die Erwartung an ein Recruiting-Video und bleibt hängen, auf Messen genauso wie im Feed.

Gut für: Aufmerksamkeits-Kampagnen · Budget: mittel bis groß · Kanal: Messen, Social Media, Kino-Vorprogramm

32. Die umgekehrte Bewerbung

Ihr dreht die Logik um und bewerbt euch beim Kandidaten: mit Anschreiben, Stärken, Schwächen und Referenzen. Eine demütige Haltung, die im Gedächtnis bleibt, weil sie den Respekt zeigt, den Bewerber selten erleben.

Gut für: umkämpfte Fachkräfte · Budget: mittel · Kanal: Kampagne, LinkedIn

33. Der Stunt

Die eine unerwartete Aktion, über die geredet wird. Was das für euch ist, hängt komplett von eurer Marke ab; die Regel ist nur: einmalig, echt und mit eurem Kern verbunden. PR-Wirkung inklusive, Wiederholbarkeit null.

Gut für: Marken mit Reichweiten-Ziel · Budget: groß · Kanal: PR, Social Media

34. Das interaktive Video

Der Zuschauer trifft Entscheidungen, der Film verzweigt: Welche Aufgabe übernimmst du zuerst? Aufwendig in Konzept und Technik, aber unschlagbar erinnerbar, gerade für Ausbildungsberufe mit vielen Stationen.

Gut für: Azubi-Recruiting · Budget: groß · Kanal: Karriereseite, Messen

Kurzformate und Social: Ideen 35 bis 41

Lachende Mitarbeiterin mit Kopfhörern, Recruitingfilm Ada Health
Aus demselben Drehtag bei Ada Health.

35. Der 15-Sekunden-Hook

Ein einziger starker Satz eines Mitarbeiters, als Teaser vor die Stellenanzeige geschaltet. Die Aufgabe des Clips ist nicht zu erklären, sondern zum Klick zu bringen. Aus jedem Interviewdreh fallen mehrere solcher Hooks ab.

Gut für: Paid Social · Budget: klein · Kanal: Meta Ads, TikTok Ads

36. Die Hochkant-Serie

Fünf bis zehn Clips in 9:16, von Anfang an als Serie geplant statt als Einzelstück. Ein Drehtag liefert den Content-Vorrat für Wochen. Das Format, das die meisten Unternehmen wollen und die wenigsten strategisch angehen.

Gut für: Azubis, junge Fachkräfte · Budget: mittel · Kanal: TikTok, Instagram Reels, YouTube Shorts

37. Drei Fragen an …

Ein wiederkehrendes Serienformat: jede Woche eine Person, drei Fragen, ein Take. Baut über Monate ein ehrliches Bild eures Teams auf und gibt eurem Kanal einen Rhythmus, auf den Follower warten.

Gut für: kontinuierliches Employer Branding · Budget: klein · Kanal: Instagram, LinkedIn

38. Der Trend-Adapter

Aktuelle Plattform-Trends mit eurem Team umsetzen. Die ehrliche Regel dazu: nur, wenn es zu den Menschen passt, die mitmachen. Ein aufgesetzter Trend wirkt anbiedernd und schadet mehr, als er nützt.

Gut für: junge Zielgruppen · Budget: klein · Kanal: TikTok

39. Das Story-Countdown

Bewerbungsfrist oder Ausbildungsstart als Countdown in Stories: jeden Tag ein kurzer Einblick, ein Gesicht, ein Grund. Erzeugt Verbindlichkeit, wo eine einzelne Anzeige verpufft.

Gut für: Azubi-Jahrgänge, Fristen · Budget: klein · Kanal: Instagram Stories

40. Mythen aufräumen

In der Pflege hat man nie Zeit, im Handwerk ist der Ton rau, in der Verwaltung passiert nichts: Eure Mitarbeiter kontern die Klischees ihres Berufs, konkret und ohne Schönfärberei. Eines der stärksten Formate gegen Image-Probleme ganzer Branchen.

Gut für: Berufe mit Imageproblem · Budget: klein bis mittel · Kanal: TikTok, Facebook

41. Der POV-Clip

Aus der Ich-Perspektive durch die Schicht: die Hände am Werkstück, der Blick in den Serverraum, die Übergabe. TikTok-nativ, extrem nah dran und mit kleinem Aufwand produzierbar.

Gut für: Gen Z · Budget: klein · Kanal: TikTok, Reels

Zielgruppen und Branchen: Ideen 42 bis 47

Betreuungskraft mit einer Bewohnerin im Seniorenzentrum
Aus Andrés Weg zurück in den Job.

42. Der Azubi-Film für Eltern

Bei der Berufswahl entscheiden Eltern mit, und niemand macht Filme für sie. Zeigt Sicherheit, Übernahmequote, Entwicklung und die Menschen, denen sie ihr Kind anvertrauen. Die am meisten unterschätzte Idee dieser Liste.

Gut für: Ausbildungsbetriebe · Budget: klein bis mittel · Kanal: Elternabende, Facebook, Karriereseite

43. Die Baustelle als Bühne

Handwerk und Bau haben, wovon Büros träumen: schwere Maschinen, sichtbare Ergebnisse, echten Stolz. Der Drehort ist schon da, ihr müsst ihn nur ernst nehmen statt ihn zu verstecken.

Gut für: Handwerk, Bau · Budget: mittel · Kanal: YouTube, Facebook, Berufsmessen

44. Der ehrliche Schichtfilm

Für die Pflege und andere Schichtberufe: keine Beschönigung, sondern Belastung UND Sinn im selben Film. Wer sich nach so einem Film bewirbt, weiß, worauf er sich einlässt, und bleibt deutlich länger.

Gut für: Pflege, Gesundheitswesen · Budget: mittel · Kanal: Karriereseite, Pflege-Plattformen

45. Der Tech-Walkthrough

Entwickler zeigen Stack, Deployment-Prozess und wie ein Code-Review bei euch abläuft. Entwickler überzeugen Entwickler, Recruiter tun das nicht. Je konkreter und nerdiger, desto glaubwürdiger.

Gut für: IT, Software · Budget: klein bis mittel · Kanal: LinkedIn, YouTube, Entwickler-Communities

46. Die internationale Kampagne

Wenn ihr Fachkräfte aus dem Ausland gewinnt: englische Fassung, Untertitel und die Themen, die wirklich zählen: Wohnung, Behörden, Ankommen, Team. Ein Film, der zeigt, dass ihr den Umzug ernst nehmt, schlägt jede Agentur-Broschüre.

Gut für: internationale Fachkräfte · Budget: mittel · Kanal: LinkedIn, internationale Portale

47. Vorbilder sichtbar machen

Die Elektronikerin, der männliche Erzieher, die Ingenieurin in der Werkhalle: Vielfalt als persönliche Geschichte erzählt, nie als Quote oder Pflichtfolie. Wer sich im Film wiedererkennt, traut sich die Bewerbung zu.

Gut für: unterrepräsentierte Zielgruppen · Budget: klein bis mittel · Kanal: Social Media, Karriereseite

Strategie und Produktion: Ideen 48 bis 50

48. Der Manifest-Film

Das Dach über allem: eine Haltung, ein Satz, große Bilder. Kein einzelner Job, sondern das Versprechen eurer Arbeitgebermarke, ausspielbar über Standorte und Jahre. Der Film, aus dem sich alle anderen Formate ableiten.

Gut für: Employer Branding, mehrere Standorte · Budget: groß · Kanal: Kampagne, Karriereseite

49. Ein Drehtag, zehn Assets

Weniger eine Idee als eine Strategie: Aus einem gut geplanten Drehtag entstehen Hauptfilm, Testimonials, Hochkant-Cuts und Hooks gleichzeitig. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf dieser Liste, und der Grund, warum die Planung vor dem Dreh so viel entscheidet.

Gut für: alle, die Budget ernst nehmen · Budget: mittel · Kanal: alle

50. Die Serie statt des einen Films

Statt alle zwei Jahre einen großen Film: ein Konzept, monatliche Episoden, ein Jahr Laufzeit. Employer Branding als System statt als Projekt. Teurer als ein Einzelfilm, aber pro Kontakt fast immer günstiger.

Gut für: Unternehmen mit Dauerbedarf · Budget: groß · Kanal: alle

Was kostet welche Idee?

Als Faustregel über die ganze Liste: Die kleinen Formate (Testimonials, FAQ, Hooks, POV-Clips, Story-Formate) liegen unter 6.000 Euro und leben von guter Vorbereitung statt von Technik. Der klassische professionell produzierte Film (Tag im Leben, Kulturfilm, Jobporträt, Hochkant-Serie, Branchenfilme) liegt zwischen 8.000 und 18.000 Euro mit ein bis zwei Drehtagen. Die großen Konzepte (Manifest, Musikvideo, interaktives Video, Jahresserie) starten ab 18.000 Euro und gehören in eine Kampagnenplanung, nicht in ein einzelnes Stellenbudget.

Wichtiger als die absolute Zahl ist die Verwertung: Ein Drehtag, der nur einen einzigen Film liefert, ist fast immer zu teuer. Ein Drehtag, der Hauptfilm plus Social-Schnitte plus Hooks liefert, rechnet sich über Monate. Fragt jede Produktionsfirma, mit der ihr sprecht, genau danach.

So geht es weiter

Sucht euch zwei bis drei Ideen aus dieser Liste, prüft sie gegen eure Zielgruppe und euer Budget, und bringt sie ins Erstgespräch mit. Ein gutes Briefing muss nicht fertig sein, es muss ehrlich sein: Wen ihr sucht, was ihr ausgeben könnt und was euer Team tragen kann. Den Rest erarbeitet man gemeinsam. Wie wir dabei vorgehen und welche dieser Formate wir schon gedreht haben, seht ihr auf unserer Seite zur Recruitingfilm Produktion.

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